{"id":218188,"date":"2024-09-12T07:23:46","date_gmt":"2024-09-12T05:23:46","guid":{"rendered":"http:\/\/staging.laboklin.com\/labogen\/labogen_wp\/m-lokus-merle-allele-mh-m-ma-ma-mc-mc-m"},"modified":"2024-09-12T07:23:46","modified_gmt":"2024-09-12T05:23:46","slug":"m-lokus-merle-allele-mh-m-ma-ma-mc-mc-m","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/staging.laboklin.com\/labogen\/labogen_wp\/index.php\/farbe-haarlaenge-haarstruktur-hund\/m-lokus-merle-allele-mh-m-ma-ma-mc-mc-m\/","title":{"rendered":"M-Lokus (Merle Allele: Mh, M, Ma+, Ma, Mc+, Mc, m)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wrap-top\"><div class=\"wrap-left\"><h1 class=\"header-1\">M-Lokus (Merle Allele: Mh, M, Ma+, Ma, Mc+, Mc, m)*<\/h1><h4><strong>General description<\/strong><\/h4><p class=\"bodytext\">Die Fellfarbe Merle (M) bezeichnet ein Fellscheckung, bei der sowohl Areale mit voll pigmentiertem Fell als auch Areale mit verd\u00fcnntem Farbpigment entstehen. Das Merle-Gen bewirkt eine Farbverd\u00fcnnung, die nicht \u00fcber das ganze Fell verteilt ist, sondern nur in Flecken auftritt. Bei Hunden mit dem Genotyp M\/M (Double-Merle) sowie allen genetischen Kombinationen von M oder Mh mit den Allelen Mh, M oder Ma, k\u00f6nnen Taubheit und Augenfehlbildungen auftreten. Da die Merle-F\u00e4rbung manchmal kaum sichtbar ist, wird ein Gentest vor Zuchteins\u00e4tzen dringend angeraten.<\/p><\/div><div class=\"wrap-right\"><div class=\"wrap-toggle\"><div class=\"toggle-details\"><details><summary class=\"summary-details\">Order details<\/summary><table border=\"0\"><tr><td width=\"45%\"><span><strong>Test number<\/strong><\/span><\/td><td>8188<\/td><\/tr><tr><td><strong>Sample material<\/strong><\/td><td>0,5 ml EDTA Blut, 2x Backenabstrich, 1x Spezialabstrich (eNAT)<\/td><\/tr><tr><td><strong>Test duration<\/strong><\/td><td>7-14 Werktage<\/td><\/tr><\/table><\/details><details><summary class=\"summary-specs\">Test specifications<\/summary><table border=\"0\"><tr><td width=\"45%\"><strong>Symptom complex<\/strong><\/td><td>ophtalmisch<\/td><\/tr><tr><td width=\"45%\"><strong>Inheritance<\/strong><\/td><td>Allelische Reihe: Mh, M, Ma+, Ma, Mc+, Mc > m<\/td><\/tr><tr><td width=\"45%\"><strong>Gene<\/strong><\/td><td>PMEL<\/td><\/tr><tr><td width=\"45%\"><strong>Mutation<\/strong><\/td><td>Insertionen mit unterschiedlicher L\u00e4nge<\/td><\/tr><tr><td width=\"45%\"><strong>Literature<\/strong><\/td><td><a href='https:\/\/www.omia.org\/OMIA000211\/9615\/' target='_blank'>OMIA:000211-9615<\/a><\/td><\/tr><\/table><\/details><\/div><div class=\"order-now\"><strong><a href=\"https:\/\/shop.labogen.com\">Order now ...<\/a><\/strong><\/div><\/div><\/div><div class=\"clear-both\"><\/div><\/div><div class=\"wrap-detailed\"><details><summary class=\"detail-summary\">Detailed description<\/summary><p class=\"detailed\"><p>Die Fellfarbe Merle (M) bezeichnet eine <strong>Fellzeichnung<\/strong>, bei der <strong>sowohl Areale mit voll pigmentiertem Fell als auch Areale mit verd\u00fcnntem Farbpigment<\/strong> entstehen. Die Merle-Faktor bewirkt eine Farbverd\u00fcnnung, die nicht \u00fcber das ganze Fell verteilt ist, sondern unregelm\u00e4\u00dfige, zerrissen wirkende unverd\u00fcnnte Farbflecken stehen l\u00e4sst.<\/p><p>Bislang sind die Varianten <strong>Mh (Harlekin-Merle), M (Merle), Ma+ und Ma (atypisches Merle), Mc+ und Mc (cryptisches Merle)<\/strong> beschrieben, f\u00fcr die eine Insertion mit variabler L\u00e4nge verantwortlich ist, welche in verschiedenen Allel-Varianten vorliegen kann: <ul><li><strong>Harlekin-Merle (Mh):<\/strong> Das Mh-Allel kann Harlekin-Merle sowie Minimal-Merle (nur eine kleine Region mit Merleabzeichen  an K\u00f6rper, Kopf oder an den Beinen) erzeugen. <\/li><br><li><strong>Klassisches Merle (M):<\/strong> Das Merle-Allel M verd\u00fcnnt nach dem Zufallsprinzip Teile der Fellfarbe zu helleren Schattierungen wie schwarze zu graue oder braune zu beige Flecken. Die Merle-Flecken haben unregelm\u00e4\u00dfige R\u00e4nder und k\u00f6nnen \u00fcberall auftreten (Kopf, K\u00f6rper und Beine), was zu dem bekannten Merle-Fellmuster f\u00fchrt. Das Merle-Muster kann auch die Farbe der Augen, der Nase und der Ballen beeinflussen. Das Merle-M-Allel ist dominant gegen\u00fcber dem Wildtyp-Non-Merle-m-Allel. Ein Hund mit einer Kopie des M-Allels zeigt daher das Merle-Muster. Bei Hunden mit homozygotem Merle (z. B. Genotyp Mh\/Mh, Mh\/M, M\/M, fr\u00fcher als Doppelmerle bezeichnet) k\u00f6nnen Gesundheitsprobleme auftreten (siehe auch weiter unten).  <\/li><br><li><strong>Atypisches Merle (Ma+ und Ma):<\/strong> Normalerweise erzeugt ein atypisches Merle-Ma-Allel allein kein Merle-Muster, kann aber in Kombination mit einem M- oder Mh-Allel ein Tweed- oder Patchwork-Merle-Muster erzeugen. Hunde mit einem homozygoten Ma-Genotyp zeigen eine Vielzahl von Ph\u00e4notypen, einschlie\u00dflich verd\u00fcnnter und gefleckter Fellfarben. <\/li><br><li><strong>Kryptisches Merle (Mc+ und Mc):<\/strong> Kryptisches Merle (Mc) ist eine Kurzform der Merle-Insertion, die an sich keinen direkten Einfluss auf die Fellfarbe hat. Bei einigen Hunden mit dem Genotyp M\/Mc oder M\/Mc+ wurde von helleren Schattierungen der verd\u00fcnnten Bereiche sowie gr\u00f6\u00dfere wei\u00dfe Bereiche berichtet. Laut dem aktuellen Wissensstand ist kryptisches Merle nicht allein mit gesundheitlichen Problemen verbunden. <\/li><\/ul><\/p><p><strong>Besonderheiten:<\/strong> <ul><li><strong>Verstecktes Merle und\/oder maskiertes Merle (Hidden\/Masked Merle):<\/strong> Merle kann durch bestimmte Ph\u00e4notypen (z. B. rezessives Rot\/Gelb\/Creme oder extreme Wei\u00dfscheckung) verdeckt sein. Das bedeutet, dass der Genotyp M\/m oder Mh\/m nicht sichtbar ist und ein hohes Risiko besteht, versehentlich homozygote Merle-Welpen zu z\u00fcchten.<\/li><br><li><strong>Mosaik-Merle:<\/strong> Merle-Mosaike bestehen aus mindestens drei Allelen (z. B. m plus mindestens zwei verschiedene Merle-Allele). Ein echter Mosaizismus k\u00f6nnte schwer zu erkennen sein, insbesondere wenn zus\u00e4tzliche Merle-Allele nur in bestimmten Probenmaterialien vorhanden sind (z. B. in Samen- oder Eizellen). Mosaizismus kann zu unterschiedlichen Merle-Ph\u00e4notypen wie Minimal-Merle oder Tweed f\u00fchren. Die Angabe m\u00f6glicher Merle-Mosaik-Ergebnisse erfolgt bei den Befunden in eckigen Klammern, was dieses Allel in der Minorit\u00e4t des Ergebnisses ausweist. <\/li><\/ul><\/p><p>Bei den Befunden wird bei vorliegenden Merle-Allelen <strong>neben der exakten Bezeichnung der Variante<\/strong> auch zus\u00e4tzlich die <strong>jeweilige Insertionsl\u00e4nge in Basenpaaren (bp)<\/strong> angegeben. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Angabe der Insertionsl\u00e4nge in bp sowohl von Labor zu Labor auf Grund des verwendeten Testverfahrens und dessen Spezifikationen, als auch innerhalb der Analytik zweier Proben desselben Tieres auf Grund der speziellen Genetik des M-Lokus variieren kann. Vergleichsanalysen anhand der exakten Insertionsl\u00e4nge sind somit weder f\u00fcr zwei Proben desselben Tieres, noch zwischen den untersuchenden Laboren zielf\u00fchrend.<\/p><p>Bei Hunden mit dem Genotyp <strong>M\/M (Double-Merle) sowie allen genetischen Kombinationen von M oder Mh mit den Allelen Mh, M oder Ma<\/strong> k\u00f6nnen <strong>schwere Innenohrfehlbildungen<\/strong> auftreten. Diese k\u00f6nnen zu Schwerh\u00f6rigkeit oder sogar Taubheit f\u00fchren. Zudem k\u00f6nnen <strong>Fehlbildungen des Auges, eine erh\u00f6hte Sonnenempfindlichkeit, sowie Hautkrebs<\/strong> (aufgrund des Mangels an UV-sch\u00fctzender Pigmentierung) auftreten. Diese Tiere haben oft einen stark erh\u00f6hten Wei\u00dfanteil oder sind vollst\u00e4ndig wei\u00df gef\u00e4rbt. Eine Verpaarung, bei der solche Welpen entstehen k\u00f6nnen, gilt nach \u00a7 11 b Tierschutzgesetz (und aktueller Rechtssprechung) als <strong>Qualzucht<\/strong>, daher ist solch eine Verpaarung verboten.<\/p><p>Das Risiko f\u00fcr Auswirkungen auf die Gesundheit wird anhand der vorliegenden Genotypen (nach aktuellem wissenschaftlichem Stand) wie folgt eingeordnet:<\/p><p><center><img style='vertical-align: middle; display: block; max-height: 650px;' src='https:\/\/labogen.com\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/tmpimageup_PLQzT4.jpg' alt='' \/><\/center><\/p><p><center> Grafik modifiziert nach einer Grafik von Corinne Benavides-Gyger (basierend auf der Forschung von Langevin et al. 2018)<\/center><\/p><p>Da die Auspr\u00e4gung der Merlef\u00e4rbung auch nur auf kleine Bereiche beschr\u00e4nkt sein kann (Minimal Merle) oder durch eine andere F\u00e4rbung verdeckt sein kann (Hidden Merle), ist eine optische Identifikation dieser Tiere nicht immer m\u00f6glich. Ein Gentest ist daher immer angeraten, wenn Merle in einer zur Zucht verwendeten Linie vorhanden ist oder vermutet wird. <\/p><p>Weitere Informationen dazu finden Sie auch in unserem Beitrag  <a href=\"https:\/\/labogen.com\/2022\/04\/28\/aktuelle-einordnung-der-zucht-mit-dem-merkmal-merle\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> Aktuelle Einordung der Zucht mit dem Merkmal Merle<\/a><\/p><\/p><\/details><div style=\"text-align: right;\" class=\"partnerlab\">* Service is done by partner lab<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":10689,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-218188","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/staging.laboklin.com\/labogen\/labogen_wp\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/218188","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/staging.laboklin.com\/labogen\/labogen_wp\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/staging.laboklin.com\/labogen\/labogen_wp\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.laboklin.com\/labogen\/labogen_wp\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.laboklin.com\/labogen\/labogen_wp\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=218188"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/staging.laboklin.com\/labogen\/labogen_wp\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/218188\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.laboklin.com\/labogen\/labogen_wp\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10689"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/staging.laboklin.com\/labogen\/labogen_wp\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=218188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}